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Glyzerin als Futtermittel: Energetische Aufwertung, Geschmacksverbesserung, Staubbindung
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Informationen zu Rohglyzerin als Futtermittel
Wir sind zertifizierter Betrieb für den Futterglycerinhandel nach QS
Rohglycerin kann vollständig (> 99 %) oder teilweise (> 80 %) veredelt werden. Die leicht viskose, geruchlose Flüssigkeit ist hygroskopisch (Feuchtigkeit anziehend), was bei längerer Lagerung zu beachten ist. Das wegen seines süßlichen Geschmacks auch als Süßfett bezeichnete Glycerin ist aber kein Fett, sondern ein dreiwertiger Alkohol (1, 2, 3-Propantriol), der in allen Fetten enthalten ist. Futtermittelrechtlich zählt es zu den technologischen Zusatzstoffen und ist für alle Nutztierarten ohne Einsatzbeschränkung zugelassen. In der Positivliste für Einzelfuttermittel sind Reinglycerin und seit kurzem auch Rohglycerin gelistet.
hier finden Sie eine Übersicht zu Glycerinpumpen
Anwendungshinweise für Rohglycerin in der Fütterung
Datenblatt von unserem Rohglyzerin
Fütterungsempfehlungen für landwirtschaftl. Milchviehbetriebe (als kostenpfl. Dienstleistung)
Während Reinglycerin aus Kostengründen dem Human- und pharmazeutischen Bereich vorbehalten bleibt, gelangt Rohglycerin verstärkt in den Futtertrog. Die Mischfutterhersteller nutzen es als preiswerte Komponente (z. B. zur Pelletstabilisierung oder als Geschmacksverbesserer). Versuche von Südekum u. a. haben gezeigt, dass Glycerin unterschiedlicher Reinheit den Hygienestatus der Pellets stabilisieren kann. Zur möglichen Staubbindung von Glycerin liegen verschiedene Ergebnisse vor. Untersuchungen des Braunschweiger Forschungsinstituts Futtermitteltechnik zeigten, dass schon bei geringen Dosierungen von 3 % kein flugfähiger Staub mehr nachweisbar war. Eine andere Auswertung belegt jedoch auch, dass sich die staubbindende Wirkung durch Lagerung reduziert.
Anforderungen an Rohglycerin laut Positivliste
Nr. 12.07.03 der Positivliste für Einzelfuttermittel
Glyzeringehalt 80 · 82 %
Wassergehalt (K.F.) 10 · 15 %
NaCl 5 · 7 %
Methanol 0,01 · 0,5 %
Dichte 1,23 · 1,27 g/cm³ bei 20 °C
Ökologische Information biologisch abbaubar, WGK1
Energiegehalt Milchkuh ca. 7,6 MJ NEL/kg (Rohglycerin, 80%)
Energiegehalt Schwein ca. 14,0 MJ ME/kg (Rohglycerin, 80%)
Energiegehalt Geflügel ca. 14,0 MJ/kg (Rohglycerin, 80%)
Rohglycerin für Rinder
Glycerin spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und wird in erster Linie für die Glukoseneubildung benötigt. In der Rinderfütterung wird Glycerin durchaus als Ersatz für Propylenglykol gesehen und in aktuellen Studien konnten keine Unterschiede in den Leistungen und Stoffwechselparametern zwischen den beiden Stoffen festgestellt werden. Mit Glycerin kann das Risiko von Ketosen minimiert werden und Glycerin hat positive Effekte auf die Futteraufnahme Aufgrund des süßen Geschmacks wird Glycerin auch Süßfett genannt. Einsatz von 300-800 g/Tier und Tag sind möglich.
Rohglycerin auch für Schweine?
In Versuchen der Humboldt-Universität wurde bei Schweinen eine erhöhte Futteraufnahme und bessere Zunahmen bei Glycerinanteilen von 5-10% festgestellt. Bedingt durch den NaCl-Gehalt steigt der Wasserverbrauch mit zunehmenden Glycerinanteil im Futter, während die Verdaulichkeit sinkt und somit der Energiegehalt von der Einsatzmenge abhängt. Eine Einsatzmenge um 5% scheint die beste Wirtschaftlichkeit zu bringen. In Rationen mit hohen Anteilen an schnell abbaubarer Stärke oder an Melasse sollte der Glycerineinsatz im Austausch gegeneinander erfolgen.
mehr Informationen zum Thema Futterglycerin auch hier als .pdf-Datei 250 kb
Quellen: Andrea Meyer, LWK Niedersachsen & Dr. Katrin Mahlkow-Nerge Lksh.de